🧬 DNA und Vererbung
Folge geschafft! 🎉
Text der Folge
Warum siehst du deinen Eltern ähnlich? Die Antwort steckt in der DNA in deinen Zellen! In dieser Folge verfolgen wir die Vererbung: wie Merkmale von den Eltern auf die Nachkommen übergehen.
Erbinformation ist wie Kästen in Kästen gespeichert: der Zellkern in der Zelle, die Chromosomen im Zellkern und die DNA in jedem Chromosom. Ein kleines Stück DNA, das ein Merkmal steuert, heißt Gen.
DNA sieht aus wie eine gedrehte Leiter mit zwei Strängen aus Nukleotiden. Die Sprossen sind Paare von Basen: A paart sich immer mit T, und G paart sich immer mit C.
Mendel arbeitete mit Erbsenpflanzen. Als er eine reinerbig gelbe (SS) Erbse mit einer reinerbig grünen (ss) Erbse kreuzte, waren die Nachkommen alle gelb. Denn Gelb ist dominant (S) und Grün ist rezessiv (s): Wenn das dominante Allel da ist, bleibt das rezessive verborgen.
Jetzt kreuzen wir zwei mischerbige gelbe Erbsen: Ss × Ss. Das Kreuzungsquadrat hat vier Felder: SS, Ss und Ss sind gelb, ss ist grün. Das Verhältnis ist 3 gelb : 1 grün.
Ein häufiger Fehler: „Eine gelbe Erbse ist immer SS.“ Falsch! SS und Ss sind beide gelb: der gleiche Phänotyp, aber ein anderer Genotyp. Damit eine Erbse grün aussieht, braucht sie zwei rezessive Allele: ss.
Eine Mutation ist eine bleibende Veränderung der DNA. Strahlung, UV-Licht oder manche Chemikalien können sie auslösen. Albinismus entsteht durch eine Mutation. Geschieht sie in einer Keimzelle, kann sie an die Nachkommen weitergegeben werden.
Umweltbedingte Variation kommt von der Umgebung. Dieselbe Hortensie blüht in saurem Boden blau und in basischem Boden rosa. Die Gene ändern sich nicht, also wird das nicht vererbt.
Zusammenfassung: Ein Gen ist ein Stück DNA, und in der DNA paart sich A mit T und G mit C. Eine Kreuzung Ss × Ss ergibt das Verhältnis 3 : 1. Eine Mutation wird vererbt, umweltbedingte Variation nicht. Jetzt probier es im Genetik-Garten aus!